Initiativbewerbung

Initiativbewerbung Definition

Die Initiativbewerbung, auch Blindbewerbung oder Spontanbewerbung genannt, kann für einen Ausbildungsplatz oder einen Arbeitsplatz verfasst werden. Eine Initiativbewerbung ist eine spezielle Form der Bewerbung für einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz, da sie ohne vorherige Aufforderung durch eine Stellenanzeige erfolgt. Die Bewerbung wird somit aus Eigeninitiative des Arbeitssuchenden verfasst und an den potenziellen Arbeitgeber versendet.

Diese Form der Bewerbung muss aber nicht immer ohne Grund erfolgen. Viele Unternehmen weisen auf ihrer Karriereseite darauf hin, dass zusätzlich zu den bestehenden Stellenausschreibungen auch Initiativbewerbungen erwünscht sind und geben weiterführende Hinweise zu gesuchten Berufsprofilen. Die Bewerbung kann entweder als Kurzbewerbung oder als ausführliche Bewerbung gestaltet werden.


Formen der Initiativbewerbung

Initiativbewerbung mit Recherche

Bei dieser Form der Bewerbung, wird die Bewerbung erst nach aufwändigen Recherchen über den infrage kommenden Betrieb, an das Unternehmen verschickt.

Die im Vorfeld empfehlenswerte Kontaktaufnahme zu einem Unternehmen, mit der Intention einer Stellensuche, kann bereits als Initiativbewerbung angesehen werden. Bei Interesse von Unternehmensseite wird der Kandidat dann um seine Bewerbungsunterlagen gebeten. Die Versendung ist per Post, elektronisch als E-Mail oder über ein Online-Bewerbungsformular einer E-Recruiting Software möglich. Eine Initiativbewerbung hat in der Regel nicht den gleichen Umfang wie eine Bewerbung, die auf eine Stellenanzeige bezogen ist. Trotzdem muss die Bewerbung vom Interessenten firmenindividuell angepasst werden.

Initiativbewerbung ohne Recherche

Bei der Initiativbewerbung ohne Recherche, der sogenannten „Blindbewerbung“, besteht kein direkter Bezug zu einem Unternehmen, sondern es wird der gesamte Stellenmarkt angesprochen. Im Vordergrund der Initiativbewerbung stehen die Soft- und Hardskills des Bewerbers.


5 Tipps für die optimale Initiativbewerbung

Da eine herkömmliche Initiativbewerbung oftmals viel zu schnell im Papierkorb eines Unternehmens landet, haben wir Ihnen hier 5 hilfreiche Tipps zusammengestellt, die garantiert das Interesse des Lesers wecken werden:

Wunscharbeitgeber vorher kontaktieren

Vor der Versendung der Bewerbungsunterlagen ist es sinnvoll, den Wunscharbeitgeber vorher zu kontaktieren – im Idealfall telefonisch. So sparen Bewerber wertvolle Zeit, falls keine Initiativbewerbungen gewünscht sind. Des Weiteren bekommen die Bewerber durch die vorherige Kontaktaufnahme wertvolle Informationen über das Unternehmen und kennen bereits den Ansprechpartner, an den sie die Bewerbung dann persönlich richten können.

Aus der Menge herausstechen

Eine Initiativbewerbung muss immer etwas Einzigartiges aufweisen. Wenn sich Arbeitnehmer ohne Stelleausschreibung an einen Recruiter wenden, muss die Bewerbung durch Einzigartigkeit überzeugen.

Erst informieren – dann überzeugen

Das Anschreiben einer Initiativbewerbung, egal in welcher Form, ist selbstverständlich auch ein Motivationsschreiben. Deshalb sollten Bewerber sich ausgiebig über ein Unternehmen informieren und besonders deutlich machen, warum sie ausgerechnet bei diesem Unternehmen arbeiten möchten.

Bescheiden bleiben

Die Erfolgsaussichten einer Initiativbewerbung sind umso höher, je deutlicher der Bewerber dem Wunscharbeitgeber verdeutlichen kann, welchen Vorteil dieser aus seiner Einstellung hat. Trotz der Hervorhebung der eigenen Person ist es wichtig trotzdem Bescheiden zu bleiben.

Rechtschreibfehler vermeiden

Fehler in der Grammatik und Rechtschreibung sind wie in jeder Bewerbung zu vermeiden. Gerade in einer Initiativbewerbung sind diese aber besonders ärgerlich, da der Bewerber den Arbeitgeber bestmöglich von sich überzeugen sollte.


Vorteile einer Initiativbewerbung

Vorteile für Arbeitnehmer

  • Weniger Konkurrenz durch andere Bewerber
  • Maximale Aufmerksamkeit
  • Inhaltliche Fokussierung (Anschreiben, Qualifikationen) kann frei gewählt werden
  • Individuelle Entfaltung bei Umfang und Gestaltung der Bewerbung

 

Vorteile für Arbeitgeber

  • Vielversprechende Bewerbungen auch ohne direkte Stellenausschreibung
  • Nutzung der Bewerbungen zum Aufbau eines firmeneigenen Talent Pools



Nachteile einer Initiativbewerbung

Nachteile für Arbeitnehmer

  • Hoher Zeitaufwand
  • Keine Informationen über gewünschte Qualifikationen oder Kompetenzen, die vom Unternehmen gewünscht werden
  • Hohe Fehleranfälligkeit z. B. die Versendung der Initiativebewerbung an den falschen Ansprechpartner

 

Nachteile für Arbeitgeber

  • Vielzahl an Initiativbewerbungen in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit
  • Initiativbewerbungen stimmen unter Umständen nicht mit den im Unternehmen geforderten Qualifikationen und Kompetenzen überein