Demografischer Wandel

Demografischer Wandel Definition

Der Begriff demografischer Wandel bezeichnet im Allgemeinen den Bevölkerungsrückgang und die Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung eines Landes.

In Deutschland beschreibt der demografische Wandel vor allem die sinkende Geburtenrate und die immer älter werdende Gesellschaft. Der medizinische Fortschritt erhöht die Lebenserwartung der Bevölkerung, sodass der Anteil an älteren Menschen, gegenüber jüngeren, kontinuierlich steigt.

Somit hat der demografische Wandel enorme Auswirkungen auf die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt.


Die Auswirkungen des demografischen Wandels

 

Auswirkungen auf die Sozialversicherungssysteme

Aufgrund der Verschiebung der Altersstruktur wirkt sich der demografische Wandel wohl am größten auf die Wirtschaft, den Staat und die Gesellschaft aus. Die Zahl der über 60-Jährigen, nimmt nach den Bevölkerungsvorausberechnungen des statistischen Bundesamtes, von 2008 bis 2050 um rund sieben bis acht Millionen zu, die Zahl der 20- bis unter 60-Jährigen verringert sich um zwölf bis 15 Millionen und die der unter 20-Jährigen nimmt um eine bis fünf Millionen ab. Die Zahl der über 60-Jährigen ergibt sich aus der Zahl der in Deutschland lebenden 20-Jährigen aus dem Jahr 2010 und ist daher ziemlich genau.

Die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Renten-, Kranken- und Pflegeversicherungen sind daher deutlich vorausrechenbar. Deutschland sorgt sich dank des demografischen Wandels vor allem um die Rentenversorgung. Das deutsche Rentensystem beruht auf einem Gleichgewicht: Erwerbstätige zahlen für Nichterwerbstätige. Da der demografische Wandel ein Ungleichgewicht auslöst, wird es künftig nicht genug Erwerbstätige geben. Folgen des Ungleichgewichtes könnten unter anderem durch eine Anhebung des Ruhestandsalters wie beispielsweise einer Rente ab 70 oder durch eine Anhebung der Geburtenrate eingedämmt werden.

Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

Der demografische Wandel hat nicht nur extreme Auswirkungen auf die Sozialsysteme in Deutschland, sondern auch der Arbeitsmarkt wandelt sich stark. Bundesweit geht die Zahl der Erwerbstätigen in der Altersgruppe der 19- bis 24-Jährigen bis zum Jahr 2025 um 1,2 Millionen zurück.

Die Gruppe der 19- bis 24-Jährigen Erwerbstätigen ist jedoch von besonders großer Bedeutung für den Arbeitsmarkt, da in dieser Altersstruktur Studium, Meisterausbildung und andere weiterführende Ausbildungen stattfinden. Mit dem demographischen Wandel kam auch der War for Talents unter Personalverantwortlichen auf. In ganz Deutschland herrscht ein Fachkräftemangel und qualifiziertes Personal zu finden ist schwerer als je zu vor. Um dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken, setzen immer mehr Unternehmen auf ein professionelles Employer Branding und eine Stärkung der eigenen Arbeitgebermarke, durch eine E-Recruiting Software oder Bewerbermanagementsysteme.